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Kelten, Römer, Franken - und heute wir

Die zwei Jahrzehnte von 1950 bis 1970, in die die Besucher des Moselland-Museums wie durch ein kleines Zeitfenster zurückblicken können, sind auch nur wie ein winziger Augenblick in der Geschichte der Mosel und des Mosellandes.

Die heutigen Bewohner sind Nachkommen der vor 1.500 Jahren eingewanderten und gerade zuvor christianisierten Franken, und vielleicht einiger weniger Römer und Kelten, die die Eroberung des Landes in der  Völkerwanderungszeit durch die Franken irgendwie überlebt haben.

Der Beginn der sog. Neuzeit mit der offiziellen Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus liegt inzwischen mehr als 500 Jahre zurück. Die Neuzeit ist auch schon gar nicht mehr so neu. Davor 1000 Jahre fränkisches Mittelalter, aus dem noch viele der ältesten Kirchen an der Mosel stammen. Die zweitälteste steht hier in Ernst an der Mosel. Errichtet wurden sie auf den alten heidnischen Heiligtümern der keltischen Treverer, die hier seit Beginn der Eisenzeit (8. Jahrundert v. Chr.) ansässig waren. 500 Jahre römische Besatzung des alten keltischen Treverer-Landes haben den Weinbau an die Mosel gebracht, von dem diese Region noch heute lebt.

Vor der Einwanderung der eisenzeitlichen Kelten bronzezeitliche Hügelgräber- und Urnenfelder-Kultur, vor dieser bronzezeitlichen Bevölkerung hochentwickelte jungsteinzeitliche Kulturen, mit Ackerbau, Viehzucht, Kunstgewerbe, Fernhandel, Schiffahrt und allem was dazu gehört, einschließlich Politik, Krieg und Frieden: Die Megalith-Kultur, die Glockenbecher-Kultur, die Bandkeramik-Kultur, die Schnurkeramik-Kultur.

Alle diese Menschen waren an der Mosel zu Hause und sind ein Teil ihrer Vergangenheit. Jede dieser Epochen war einmal gegenwärtiges Bewusstsein von Menschen die im Moselland lebten und heute verschwunden sind, jede eine auf ihre Weise einzigartige und wunderbare Zeit. Mit einem kleinen Unterschied: sie hatten nicht so schöne Trecker, auf denen sie mit 18 Stundenkolometern durch die Weinberge brausen konnten. Das damit verbundene unvergleichliche Gefühl von Freiheit und Abenteuer kannten sie in dieser Form noch nicht. Dies wurde erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts möglich.

Das Moselland-Museum will auf seine Weise dazu beitragen, dass es in den kommenden Generationen hoffentlich nicht ganz so schnell vergessen wird.